Auszubildende und Ausbilder gaben einen anschaulichen Vortrag über Berufsausbildung bei der Firma Bosch
Am 3.5. 2006 hatte die Klasse R 9 der hiesigen Albert-Schweitzer-Schule Besuch von zwei Auszubildenden und ihrem Ausbilder, Herrn Reinelt von der Firma Bosch in Göttingen. Zustande gekommen war dieses Zusammentreffen durch ein Gespräch zwischen Herrn Reinelt und dem Klassenlehrer Herrn Kripahle. Anlass hierzu waren Fragen der Schüler der R 9 zum Thema betriebliche Ausbildung vor dem Hintergrund der im Praktikum gemachten Erfahrungen.

Herr Reinelt und seine beiden Auszubildenden Ludger Ohm (17), ein ehemaliger Schüler des Realschule Adelebsen, sowie sein Kollege Daniel Freier (18) gestalteten einen sehr informativen 3-stündigen Vortrag rund um das Thema betriebliche Ausbildung. Beide Azubis machen eine Ausbildung als Elektroniker für Automatisierungstechnik; Ludger Ohm im 1. Ausbildungsjahr, Daniel Freier im 2. Ausbildungsjahr. Kein Aspekt der zu diesem Komplex gehörenden Themenblöcke wurde dabei von dem im Wesentlichen durch die beiden Auszubildenden gestalteten Vortrag ausgelassen. Am Anfang stand die Frage nach der richtigen Bewerbung, welche Zeugnisse muss ich beifügen, welche Anforderungen werden zumindest bei Bosch an einen Bewerber gestellt, nach welchen Kriterien werden die Bewerber beurteilt und was sollte man tunlichst als Bewerber vermeiden.

Als zweiter Themenschwerpunkt wurde durch Ludger Ohm und Daniel Freier über den Bereich der betrieblichen Ausbildung referiert. Ihr Ausbilder Reinelt unterstützte die beiden durch die eine oder andere Ergänzung. Hierbei berichteten die beiden Bosch-Azubis den Schülern der R 9, wie lange die Ausbildung dauert, was in den einzelnen Ausbildungsjahren geleistet werden muss, wie sich das Verhältnis zwischen betrieblicher Ausbildung und Berufsschule gestaltet. Auch beantworteten die beiden Referenten geduldig die Fragen der Schüler hinsichtlich Urlaub und Ausbildungsvergütung.

Im Rahmen dieses Themenkomplexes schilderten Herr Reinelt und die beiden Azubis die Anforderungen und Leistungen, die ein Ausbildender in der Abschlussprüfung erbringen muss. Einigen Schülern der R 9 konnte man bei diesem Punkt doch ein Erstaunen anmerken.
Auf großes Interesse seitens der Schüler stießen die Berichte der Auszubildenden hinsichtlich ihrer persönlichen Erfahrungen mit dem Umstieg von der allgemein bildenden Schule zum Arbeitsleben. Beide Azubis beantworteten ausführlich die Fragen der Schüler. Sie schilderten, wie sich ihr Tagesablauf verändert hatte, wie ihr erster Arbeitstag subjektiv empfunden wurde und was sich noch alles verändert hatte auf dem Weg vom Schüler zum Auszubildenden.

Zum Thema Ausbildung informierten Herr Reinelt und die beiden Azubis die Klasse abschließend darüber, welche Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten der Beruf bietet.
Auf Befragungen durch den Klassenlehrer beurteilten die Schüler der R 9 diese Form des Unterrichts als sehr informativ. Maxi Leßner, ein Schüler der R 9, betonte, dass gerade durch den Vortrag der Auszubildenden die Veranstaltung sehr glaubwürdig gewesen sei und er doch eine Menge Neues erfahren habe.
Monika Lisiecki, Schülerin der R 9, wurde durch diesen Vortrag der Art motiviert, dass sie sich durchaus vorstellen könnte, ebenfalls einen technischen Beruf zu ergreifen.
Insgesamt wurde die Art der Veranstaltung von der Klasse durchweg positiv aufgenommen. Für das nächste Halbjahr ist auch eine weitere Informationsveranstaltung geplant, diesmal mit Ausbildern und Auszubildenden aus dem kaufmännischen Bereich.
